



Tanz ist eine Sprache, die keine Grenzen kennt. Darauf beruht die langjährige Partnerschaft zwischen den Tanzabteilungen der Gymnasien Essen-Werden, Grenoble (Frankreich) und Bytom (Polen). Vor dem Hintergrund dieser Freundschaft reifte bereits vor zwei Jahren die Idee, das Jahr der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 mit einer trinationalen Tanzkreation zu feiern – und auf dem Weg dahin auszuprobieren, ob es möglich ist, einander mit der Kunst als Kommunikationsmittel über nationale Barrieren hinweg kennen zu lernen, zu verstehen, zu arbeiten und schließlich ein bühnenreifes Ergebnis zu erzielen.
Bei alledem kommt der zwischenmenschliche Aspekt nicht zu kurz: Langfristig angelegt, bildet das Projekt seit 2008 – ob bei Workshops oder Sommercamps, Meetings, Proben oder informellen Begegnungen – eine Plattform für vielfältige Beziehungen und Freundschaften zwischen den Teilnehmern. Tanzschaffende, -lehrende und -lernende trafen und treffen bei der Besprechung und Erarbeitung der einzelnen Werkteile aufeinander, tauschen sich aus, stimmen sich ab. Medium ihrer Verständigung ist nicht in erster Linie das Wort, sondern der Körper in Bewegung. Ihn gilt es, ernst zu nehmen und zu nutzen – um am Ende das Publikum an dieser Form der Kommunikation teilhaben zu lassen: im Juli 2010 bei der Erstaufführung von »Die drei Schleier der Europa« im Ruhrgebiet oder bei weiteren Vorstellungen im Oktober 2010 in Bytom oder Anfang 2011 in Grenoble.

Indem man den Mythos Europa selbst zum Thema machte, wurde der grenzüberschreitende Anspruch auch künstlerisch und intellektuell hoch angesetzt: Der international renommierte und in Grenoble lebende Choreograf Jean-Claude Gallotta entwickelte für insgesamt knapp 40 Schülerinnen und Schüler der drei Institute, zum größten Teil zwischen 14 und 18 Jahre alt, ein vierteiliges Werk mit dem Titel »Die drei Schleier der Europa«. Grundlage ist die griechische Sage von Zeus, der sich in Gestalt eines Stieres der schönen Europa genähert, ihre Schleier gelüftet und drei Söhne gezeugt hat: Sarpedon, Rhadamanthys und Minos – zugleich die Namen der drei ersten Werkteile. Akt für Akt wird die Sicht der beteiligten Städte auf den Mythos Europa erforscht und vom jeweiligen Schulensemble tänzerisch umgesetzt. Bytom tanzt ganz in weiß, Grenoble in grau und Essen in schwarz. Im vierten Teil treten die drei Gruppen zusammen auf. Ihre Erkenntnisse und Erfahrungen, ihre Berührungspunkte und Unterschiede beleuchten Möglichkeiten einer gemeinsamen Perspektive. Dabei gerät die Rolle des historischen Tanzerbes in Polen, Frankreich und Deutschland ebenso in den Fokus wie die Frage nach dem Tanz als Medium interkultureller und individueller Verständigung. Denn bei Gallotta, der in den 80-erJahren in Frankreich den Tanz revolutionierte, steht die Verschmelzung von Bühnenwelt und Wirklichkeit im Mittelpunkt. In immer neuen Variationen verhandelt der Choreograf das Innenleben seiner Darsteller: eine neue und bewegende Erfahrung für die jungen Tänzer und für das Publikum.
Premiere
MI 14. JULI 2010, 20 UHR
PACT Zollverein, Waschkaue, Bullmannaue 20a, 45327 Essen (Stoppenberg)
Öffentliche Generalprobe
SO 11. JULI 2010, 11 UHR
Halle im Löwental, Im Löwental 35, 45239 Essen (Werden)
2. Vorstellung
FR 16. JULI 2010, 20 UHR
Ruhrfestspielhaus, Großes Haus, Otto-Burrmeister-Allee 1, 45657 Recklinghausen
3. Vorstellung
SA 17. JULI 2010, 20 UHR
Folkwang Universität, Neue Aula, Klemensborn 39, 45239 Essen (Werden)
Vorstellungsdauer ca. 1,5 Stunden
Jean-Claude Gallotta, Direktor des Nationalen Choreografischen Zentrums Grenoble
Heinz Loigge, Vorsitzender des Fachbereichs Tanz des Gymnasiums Essen-Werden
Max H. Voormann
Claudia Holthausen
KONTAKTE FÜR KULTUR
Düsseldorfer Str. 31
41749 Viersen
Telefon +49 (0)2162.961540
Telefax +49 (0)2162.103598
Mobil +49 (0)151.19155550
presse@schleier-der-europa.de
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PM_Schleier_Synopse.pdf
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PK1_Schleier_Text_01kurz.pdf
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PK1_Schleier_Text_06Entstehung.pdf
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Fotos
In dieser Rubrik finden Sie druckfähige Fotos zu »Die drei Schleier der Europa«. Download und Abdruck im Zusammenhang mit »Die drei Schleier der Europa« und bei Nennung der Foto-Credits (Ursula Kaufmann) honorarfrei.
Im Rahmen von TWINS2010 – ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010
Mit der Unterstützung des Programms Kultur der Europäischen Union
Eine »Kulturhauptstadt Europas« gibt es seit 1985. Als die damalige griechische Kulturministerin Melina Mercouri diesen Titel prägte, wurde er zunächst an Athen vergeben. Seitdem ist jedes Jahr eine andere Stadt in Europa Kulturhauptstadt. Seit 2005 wird der Titel nach einem festgelegten Rotationsprinzip länderweise zugesprochen. Die Europäische Union ist für die Auswahl verantwortlich.
In Deutschland hatten sich zunächst 16 Städte und Regionen beworben. In einem dreijährigen, mehrstufigen Auswahlverfahren wurden schließlich das Ruhrgebiet und die Stadt Görlitz als Bewerber aus Deutschland der EU-Jury genannt. Das Ruhrgebiet wurde aufgrund des eingereichten Konzepts und der Präsentation in Brüssel im April 2006 als »Kulturhauptstadt Europas 2010« ausgewählt und im November 2006 vom EU-Rat bestätigt. Die Programmatik besteht aus drei Leitthemen: Mythos, Metropole und Europa. Diese durchziehen die sechs Programmfelder Bilder, Theater, Musik, Sprache, Kreativwirtschaft und Feste. So erzählt das Programm die Geschichte vom Wandel. Ausgehend vom durch Kohle und Stahl geprägten Mythos Ruhr nimmt eine neue Metropole Gestalt an, die Europa mit Kunst und Kultur in Bewegung bringt.
Das Projekt TWINS2010 wurde während der Bewerbungsphase des Ruhrgebiets um den Titel entwickelt. Es steht für Austausch von Ideen, Zusammenlegung von Ressourcen und Zusammenarbeit in konkreten Kulturprojekten zwischen dem Ruhrgebiet und seinen europäischen Partnerstädten und -institutionen. »Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel«, das große Thema von RUHR.2010, ist auch das Leitmotto von TWINS2010.
Weitere Informationen unter www.ruhr2010.de

Das Gymnasium Essen-Werden ist das einzige grundständige Gymnasium in Deutschland, das als normales Gymnasium neben dem klassisch-akademischen Angebot über eine eigene Tanzabteilung verfügt und interessierten Schülerinnen und Schülern eine vorberufliche Tanzausbildung bietet. Gleichzeitig kann das Fach Tanz als Abiturfach (Leistungskurs bzw. Neigungsfach) gewählt werden.
Die Schule verfügt über ein eigenes Tanzhaus mit Tanzsälen sowie Aufenthaltsräumen, Hausaufgabenbetreuung und Küche. Seit 2007 hat die Schule darüber hinaus – gemeinsam mit den Sportschülern eines anderen Gymnasiums – ein eigenes Tanzinternat, das von Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland besucht wird.
Die Schule kooperiert seit vielen Jahren mit der Folkwang Universität und präsentiert sich jedes Jahr mit eigenen Tanzabenden.
Weitere Informationen unter:
www.gymnasium-essen-werden.de
OStD’ Felicitas Schönau
Gymnasium Essen-Werden
Grafenstraße 9
45239 Essen
Telefon +49 (0)201.86057830
Telefax +49 (0)201.86057833
post@gymnasium-essen-werden.de
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La danse est une langue qui ne connaît pas de frontières. C’est sur ce principe que repose depuis de longues années le partenariat entre les sections de danse des établissements d’Essen-Werden, de Grenoble (France) et de Bytom (Pologne). Il allait de soi qu’il fallait fêter l’année de la Capitale Européenne de la Culture RUHR.2010 par une création chorégraphique au-delà des frontières. Jean-Claude Gallotta, chorégraphe de renommée internationale, a conçu pour une quarantaine d’élèves de ces trois institutions, tous âgés de 14 à 18 ans, une œuvre en quatre parties intitulée «Les trois voiles d’Europa». A partir de 2008, cette production a été élaborée pas à pas au cours de rencontres, d’ateliers et de camps d’été.
La pièce repose sur la légende grecque de Zeus qui s’est métamorphosé en taureau pour approcher la belle Europe, secouer ses voiles dans le vent et lui donner trois fils: Sarpédon, Rhadamante et Minos qui prêtent leur nom aux trois premiers volets de l’œuvre.
D’un acte à l’autre, la vision du mythe d’Europe qu’a chaque ville participante est analysée puis exprimée en danse par les ensembles des différentes écoles. Bytom danse tout en blanc, Grenoble en gris et Essen en noir. Dans le quatrième acte, les trois groupes sont ensemble sur scène. Leurs découvertes et expériences, leurs points communs et leurs différences débouchent sur une perspective culturelle et humaine commune. Car chez Gallotta qui a révolutionné la danse dans les années 80, l’alliance du monde de la scène et de la réalité est au cœur de son travail. Dans des variations toujours renouvelées, le chorégraphe met en scène la vie intérieure de ses acteurs: une expérience nouvelle et émouvante pour les jeunes danseurs et pour le public.
Répétition générale publique
11. JUILLET 2010, 11:00
Halle im Löwental, Im Löwental 35, 45239 Essen (Werden)
Première
14. JUILLET 2010, 20:00
PACT Zollverein, Waschkaue, Bullmannaue 20a, 45327 Essen (Stoppenberg)
2. Représentation
16. JUILLET 2010, 20:00
Ruhrfestspielhaus, Großes Haus, Otto-Burrmeister-Allee 1, 45657 Recklinghausen
3. Représentation
17. JUILLET 2010, 20:00
Folkwang Universität, Neue Aula, Klemensborn 39, 45239 Essen (Werden)
Durée: 1h 15 min environ
Taniec jest językiem nie znającym granic. Na tym bazuje długoletnie partnerstwo pomiędzy działem tańca Gimnazjum w Essen-Werden, Grenoble (Francja) i Bytomiem (Polska). Stąd zrodził się pomysł aby rok Europejskiej Stolicy Kultury RUHR.2010 uczcić międzynarodową kreacją taneczną. Znany międzynarodowy choreograf Jean-Claude Gallotta stworzył dla 39 uczennic i uczniów w wieku 14-18 lat tych trzech insytucji czteroczęściowe dzieło pod tytułem: „Trzy zasłony Europy”. Od 2008 roku w ramach spotkań, warsztatów, letnich obozów pracowano krok po kroku nad realizacją tego projektu.
Podstawą sztuki jest grecki mit o Zeusie, który pod postacią byka zbliżył się do pięknej Europy i zrywając jej zasłony spłodził z nią trzech synów: Minosa, Sarpedona i Radamantysa, które to imiona są tytułami trzech pierwszych części. Akt po akcie dokonywany jest przez trzy uczestniczące grupy szkolne indywidualny proces rozprawienia się z mitem Europy, który wyrażony zostaje w tańcu. Bytom tańczy w bieli, Grenoble w szarościach a Essen w czerni.
W czwartej części występują wszyskie trzy grupy razem. Ich wiedza i doświadczenia, punkty zbieżne i różnice tworzą wspólną kulturową oraz ludzką perspektywę – zgodnie z punktem widzenia Galotty, który w latach 80. zrewolucjonizował taniec we Francji, że świat sceny i rzeczywistość stapiają się w jedną całość. Choreograf w ciągle nowych wariacjach rozprawia się z wewnętrznym życiem tańczących. Jest to nowe, emocjonalne doświadczenie dla młodych tancerzy oraz dla publiczności.
Próba generalna z udziałem publiczności
11. LIPCU 2010, 11:00
Halle im Löwental, Im Löwental 35, 45239 Essen (Werden)
Premièra
14. LIPCU 2010, 20:00
PACT Zollverein, Waschkaue, Bullmannaue 20a, 45327 Essen (Stoppenberg)
2. Przedstawienie
16. LIPCU 2010, 20:00
Ruhrfestspielhaus, Großes Haus, Otto-Burrmeister-Allee 1, 45657 Recklinghausen
3. Przedstawienie
17. LIPCU 2010, 20:00
Folkwang Universität, Neue Aula, Klemensborn 39, 45239 Essen (Werden)
Czas trwania: 1,5 godziny